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Sportgala des Landessportverband

Scholz, Schweckendiek und THW ganz vorn

Para-Schwimmerin aus Neumünster, Kieler Segler und Handballer zu Schleswig-Holsteins Sportlern des Jahres gekürt

 

Neumünster. Einer Schwimmerin, einem Segler und einem Handballteam gehörte am Montagabend die große Bühne in den Holstenhallen in Neumünster. Im Rahmen der Sportgala des Landessportverbands verliehen LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen, Landtagspräsidentin Kristina Herbst und Gerhard Müller, Vorsitzender der Vereinigung Schleswig-Holsteinischer Sportjournalisten (VSHS), die Titel für Sportlerin, Sportler und Mannschaft des Jahres 2022 in Schleswig-Holstein: Tanja Scholz, Ole Schweckendiek und den THW Kiel.

 

Während Stabhochspringerin Janne Ohrt (Hohenwestedt/WM-Bronze U 20-WM) und die Beachvolleyballer Bo Hansen/Hennes Nissen (Flensburg) zu Newcomerin und Newcomern des Jahres wurden, ist der THW laut Tiessen ein „weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekanntes Aushängeschild des Sports“, das seinen Triumph aus dem vergangenen Jahr wiederholte.

28,63 Prozent aus Jury-Abstimmung – VSHS-Mitglieder, Vorsitzende der Landesfach- und Sportfachverbände im LSV sowie LSV-Vorstandsmitglieder – und Online-Voting mit rund 13 000 Teilnehmern sahen die Handballer ganz vorn. Ein Titel, der THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi einiges bedeutet. „Er spricht für Konstanz über ein ganzes Jahr. Das brauchst du, um wirklich erfolgreich zu sein“, sagte der Österreicher, dem die herbe Derbypleite gegen die SG Flensburg-Handewitt wie den ebenfalls anwesenden Patrick Wiencek und Steffen Weihnhold spürbar nachhing. „Das wird uns eine Zeit lang begleiten“, so Szilagyi.

 

Zweiter wurde der Kieler Beachvolleyballer Momme Lorenz gemeinsam mit „Newcomer“ Nissen, seinem Mitstreiter im Berliner Leistungszentrum, die in diesem Jahr U 20-EM-Bronze geholt hatten (20,44 Prozent), sich gegen die Fußballer von Holstein Kiel (19,54) durchsetzten. Flensburgs Handballer und Badminton-Bundesligist Blau-Weiß Wittorf folgen auf den Plätzen.

 

Mit drei WM-Titeln über 50, 100 und 200 Meter Freistil sowie zwei Vize-WM-Titeln über 150 Meter Lagen und 50 Meter Rücken schnappte sich Para-Schwimmerin Tanja Scholz den Titel der Sportlerin des Jahres. Die 38-jährige Neumünsteranerin verwies mit 25,7 Prozent der Stimmen Rollkunstlauf-Weltmeisterin Emilia Zimermann (Lübeck/20,04 Prozent) und Ironman-Triathletin Victoria Best (Enge-Sande/19,14 Prozent) auf die Ränge zwei und drei, Sprint-Triathletin Julia Bröcker (Bad Oldesloe) wurde Vierte, Tennis-Talent Philippa Färber (Molfsee) Fünfte.

Im Alter von nur 17 Jahren grüßt Segler Ole Schweckendiek in diesem Jahr nicht nur auf der Regattabahn von der Spitze. Der Kieler sicherte sich die Wahl zum Sportler des Jahres in Schleswig-Holstein nach dem Gewinn des U 21-WM-Titels im Ilca 7 und zahlreichen Titeln im Ilca 6 mit 22,64 Prozent der Stimmen. „Ich bin wirklich sehr erstaunt“, sagte Schweckendiek, der es damit innerhalb nur eines Jahres vom Newcomer zum Sportler des Jahres schaffte. Und sich dabei gegen die überaus namhafte und Olympia-gestählte Konkurrenz durchsetzte: Zweiter wurde der Fockbeker Bogenschütze Florian Unruh (20,78 Prozent), der in diesem Jahr EM-Silber und, mit dem nicht-olympischen Feldbogen, die World Games gewann, hauchzart dahinter folgt der Kronshagener Judoka Dominic Ressel (20,74). Ironman-WM-Teilnehmer Leif Schröder-Groeneveld aus Kiel und der Bad Schwartauer Schwimmer Silas Beth verpassten das Podium.

 

„Mit Tanja Scholz und Ole Schweckendiek haben zwei Top-Athleten von internationalem Format gewonnen, die bisher der breiten Öffentlichkeit noch nicht so bekannt sind, aber in diesem Jahr in ihren Sportarten herausragende Leistungen erzielt haben. Darüber freue ich mich sehr“, sagte LSV-Präsident Tiessen, der alle Spitzensportler hervorhob. „Sie alle sind hervorragende Botschafterinnen und Botschafter ihrer Sportarten und Vorbilder für die vielen talentierten Nachwuchssportlerinnen und -sportler in unserem Land.“



Quellenangabe: Kieler Nachrichten vom 20.12.2022, Seite 15
 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Mo, 02. Januar 2023

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